Kleine Bibelschule auf der Suche nach Gottes Reich

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Unautorisierte Mitschrift aus den Vorträgen von Pfarrer Clemens Abrahamowicz während der kathTreff-Sommerwoche 2016 in Kroatien (im Bild).

Suchet zuerst Gottes Reich. Alles andere wird Euch dazu geschenkt. Wer seine Freuden direkt sucht, kann sie nicht finden. Machen wir es wie Abraham: Abraham geht mit Gott ins Abenteuer – ohne zu wissen, was passieren wird und wohin es geht. Im hohen Alter von 75 Jahren macht er einfach mit.

Gott sagt ihm, dass er viele Nachkommen haben wird. Abraham glaubt Ihm gegen alle Vernunft. Gott verspricht ihm Nachkommen und Land – Abraham selbst kann zu diesem Deal nichts beisteuern. Sie schließen einen Bund durch Tieropfer, allerdings vollzieht nur Gott die Riten des Beschlusses des Bundes – indem Er als Feuer durch die zerteilten Opfertiere geht. Gott zeigt dadurch die Stärke Seiner Liebe und dass Er sie gratis gibt! Gott gibt alles. Abraham empfängt alles. Einfaches Urvertrauen, wie ein Kind. Die Fortsetzung dieses Bundes und des Beschluss-Ritus ist das Kreuzesopfer. Darum wird die Hostie in der Eucharistiefeier gebrochen. „Seht, das Lamm Gottes,“ – Er ist das endgültige Opfer, darum gibt es keine Tieropfer mehr.

Wirf deine Sorgen in dieses Opfer. Nicht in den Mistkübel. Sondern in das Meer von Gottes Barmherzigkeit. Gott „richtet“ alles, das ist seine Gerechtigkeit.

Abraham ist der Vater des Glaubens. Nur ein Viertel der Saat ging auf – die Vögel fraßen die Samen, die Disteln erstickten sie. Damit sind unsere Sorgen, Ängste, Beschäftigungen und Dunkelheiten gemeint. Alle unsere Sorgen sollen wir gleich übergeben. Dann werden wir diesen Sorgen gegenüber souverän. In der Mitte des Dreiecks der Dreifaltigkeit bist du, als Ihr Liebling. Hab’ also keine Angst. Don’t worry, be happy. Gott befreit dich zu deinem Selbst – zu dem, was du wirklich bist. Der Christ ist nicht derjenige, der bereits alles kann, sondern der, der Christus in ihm alles, was zu tun ist, machen läßt: „Mögest Du es in mir tun, Jesus!“

Abraham wurde von drei Männern besucht. Er redete sie an: „Mein Herr. Geh nicht am mir vorüber.“ Er sprach in der Einzahl! Und er spricht vom Vorübergehen, dem Pascha, Ostern ist das Aufhalten des Vorübergehenden! Engagiere dich für dieses Aufhalten dessen, der vorüber geht!

Sara lachte, als die Gäste sagten, sie würde noch ein Kind bekommen. Die Gäste fragten: „Warum lacht sie? Ist für Gott denn etwas unmöglich?“ Das Kind nannten sie Isaak – „Lachen“. Ein Zeichen der Demut, der Erinnerung an den eigenen Unglauben und an die Treue Gottes.

In Lukas Kap. 6 wandert Jesus mit seinen Jüngern nach Naim – eine Prozession in Weiß. Dort trifft er auf eine Prozession in Schwarz: das Begräbnis des einzigen Sohnes einer Witwe. Die Armut zum Quadrat. Viele Leute aus der Stadt begleiten sie. Jesus hat Mitleid mit ihr – und sagt „weine nicht“. Er befiehlt dem jungen Mann aufzustehen.

Bist Du dieser junge Mann? Gibt es Strukturen, die dich tot halten? Welche Ausreden und Begründungen lassen dich weiterschlafen? Jesus wird diese Schutzwälle und Ausreden niederreißen, wie die Tische im Tempel, wenn du es ihm erlaubst.

Oder bist du die arme Witwe? Bitte Ihn, Mitleid zu haben. Christus wandelt uns, weil sich durch Ihn unsere Mitte ändert.

Bete den Psalm 23. Der Herr ist mein Hirte, was wird mir fehlen? Wenn dir etwas fehlt, kann es sein, dass der Herr nicht dein Hirte ist?

 

 

 

 

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