Marie und Mathias

Zehn Monate sind Mathias und ich nun bald schon ein Paar und noch immer fehlt unsere Geschichte auf Eurer Seite.

Wir haben uns beide Mitte Februar 2009 bei Kathtreff angemeldet, Anfang März kam Mathias' erste Mail, die ich schnell beantwortete. Er gefiel mir. Doch darauf folgte eine, wenn auch etwas einseitige Flaute. Mathias änderte häufiger sein Profil und ich gewann den Eindruck, dass er gar nicht glücklich ist bei Kathtreff. Doch seine spröde-melancholischen Gedanken reizten mich immer wieder, mich zu Wort zu melden und sei es auch nur mit ein paar kurzen Zeilen oder der Empfehlung eines Buches oder Films.

Dass Mathias sich rar machte, störte mich nicht. Ich schrieb ihm immer mal wieder ohne all zu große Erwartungen daran zu knüpfen und vertiefte derweil andere Kontakte. Kurz nach Ostern kam völlig unerwartet Dynamik in unseren Kontakt. Eine Verabredung mit einem vielversprechenden Kandidaten hatte sich abrupt zerschlagen und Mathias, an dessen plätscherndes Desinteresse ich mich schon gewöhnt hatte, schlug mir ein Treffen vor. Da ich mitten in der heißen Prüfungsphase meines Zweiten Staatsexamens steckte und wir für ein spontanes kurzes Treffen einfach zu weit auseinander wohnten (damals noch gut 500km), verabredeten wir uns für das Wochenende nach meiner letzten Prüfung. Noch vier Wochen bis dahin. Ich schickte ihm meine Handynummer und er rief noch am gleichen Abend an. Drei Stunden später legte ich auf.

Aus einem Impuls heraus griff ich nach meiner Bibel und schlug im Bibelleseplan den Tag auf, an dem ich Mathias' erste Mail bekommen hatte, den wusste ich auswendig: 8. März, Evangelium nach Markus, zehntes Kapitel, Verse zwei bis neun. "... Und was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen."  Wow.

Um nicht zu verkrampft an das geplante Treffen heranzugehen, schob ich diese Zeilen in den hintersten Winkel meines Gedächtnisses, was auch fast funktioniert hätte.

Eine Woche lang telefonierten wir fast jeden Abend so ausgedehnt und beschlossen dann am Freitag: Wir treffen uns morgen. Mathias fuhr fünf Stunden mit dem Wagen vom Rhein an die Donau, um mich zu sehen. Eine Stunde auf nen Kaffee, passgenau auf meinen Lernplan abgestimmt. Aus der Stunde wurde sieben.

Von nun teilte sich mein Tag in zwei Hälften, tagsüber lernte, nachts telefonierte ich. Wir beiden fieberten dem Ende der vier Wochen entgegen und uns beiden war klar: Sobald das Examen geschafft ist, sehen wir uns wieder und zwar als Paar.

Mittlerweile trennen uns, da ich eine Anstellung in Nordrhein-Westfalen gefunden habe, nur noch gut 100km. Und die werden in der kommenden Zeit gewiss auch noch weniger - mit GOTTES HILFE.

Liebes Kathtreff-Team, vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe! Eure Plattform ist ein Segen! Marie und Mathias Nachtrag: Im Februar 2011 haben uns verlobt und im Juli geheiratet. Im Mai 2013 wurde uns eine entzückende kleine Tochter geschenkt.

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