wirklich so unvermittelbar?! ... für Gott gibt es kein unmöglich!

Als ich mich das erste Mal bei Kathreff angemeldet habe, war es ein Test, ob ich wirklich so unvermittelbar bin, wie mir durch nahestehende Personen vermittelt wurde.

Schließlich war ich mit über 50 nicht mehr „taufrisch“ und sah, dass manche Männer im passenden Alter eher noch wen zur Familiengründung suchten oder zumindest deutlich jünger. Die Ansprüche sinken mit dem Alter nicht…

Zunächst gestaltete es sich auch etwas schwierig und ich sah mich in meiner Einschätzung bestätigt. Ein weiteres tiefes Tal hat mich letztendlich bewogen, es dann wenigstens schriftlich haben zu wollen, dass ich tatsächlich unvermittelbar bin und da tauchte plötzlich ein Profil auf, was so anders war als alle anderen. Mit einem halben Auge kurz vor Mitternacht am 11.12.2023 schickte ich diesem Mann ein Lächeln, in erster Linie wohl, weil auch er eine Liebe zur Tridentinischen Messe hatte. Direkt war es wieder vergessen. Zwei Tage später kam ein Lächeln und eine kurze Nachricht zurück. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich habe nichts zu verlieren, und ich habe geantwortet und ehe ich mich versah, waren wir in einem regen Austausch. Ich hatte überhaupt keine Hemmungen, ihm alles über mich zu erzählen. Schonungslos. Und genauso antwortete er mir. Es war eine gemeinsame Basis da, von der wir wohl beide zunächst nicht viel ahnten. Ich zuckte irgendwann kurz zurück, als ich merkte, dass ich mit meiner eigenen Leistungsfähigkeit im Alltag so deutlich hinter seiner Leistungsfähigkeit zurücklag. Durfte ich mich ihm wirklich zumuten? Ich überlegte. Und kam zunächst zu dem Schluss, dass ich es nicht durfte. Also saß ich heulend vor meinem Computer und verfasste eine Abschlussmail. Erst nachher erfuhr ich, dass es ihm genauso ging. Irgendwie und irgendetwas brachte mich dazu, ihm meine E-Mail-Adresse zu lassen.

Etwa zwei Wochen später kam eine Reaktion von ihm. Mein Herz hüpfte, und ich fasste gar nicht, dass es wirklich so viel Gemeinsames gab. Es folgten jeden Tag mehrere Mails, in denen wir beide uns gegenseitig unser gesamtes Leben zu Füßen legten. Bald wusste er so viel über mich, dass er wohl einschätzen konnte, in welcher Lage ich war. Anstatt wegzulaufen, beteten wir gemeinsam für Lösungen. Eine Novene zu Maria der Knotenlöserin brachte den Durchbruch. Und plötzlich saß ich in dem ICE meines Lebens. Ich entwickelte unglaubliche Kräfte, von denen ich keine Ahnung hatte, brachte mein Leben in Ordnung, und gleichzeitig wurde unser Band immer stärker. Aus persönlichen Gründen verzichteten wir auf jedes Telefonat. In 4 Monaten flogen etwa 2300 Mails, 2 Sprachnachrichten (von ihm ein gesungenes Salve Regina, wie schön ist das denn bitte?), unzählige Fotos hin und her. Kein Treffen, wir haben sozusagen alles falsch gemacht, was man beim Online-Dating falsch machen kann ?).

Kurz nachdem ich in meiner neuen Wohnung war, fand das bereits lange geplante Treffen am 12.4.2024 statt. Ich bin ein Kopfmensch und so war ich maximal erstaunt, dass ich sofort das Gefühl hatte, ihn über Jahre in- und auswendig zu kennen. Gleiches galt für ihn. Und bereits an diesem Abend vergaßen wir Raum und Zeit. Erst spät fuhr er ins Hotel, und der erste Kuss ließ mich kaum schlafen. Dann lief alles wie am Schnürchen.

Der nächste Besuch war bei ihm daheim, die Familie nahm mich gut auf, das Hotel, in das ich bis zu unserer Hochzeit an jedem Wochenende die Nächte verbrachte (auch er nächtigte in in meiner Heimatstadt jeweils im Hotel), wurde mir irgendwie zu einem kleinen Unterschlupf und gab auch immer wieder die Gelegenheit, die Ereignisse des Tages Revue passieren zu lassen. Es wurde alles so intensiv, dass es fast nur logisch war, dass er mir sechs Wochen später in seiner Heimatkirche vor dem Tabernakel einen Antrag machte. Zum Glück kniete ich ja bereits, sonst wären mir wohl die Beine weggesackt und meine Antwort war natürlich ja, dreimal ja.

1,5 Jahre später am 06. September 2025 gaben wir uns vor Gott das Jawort.

Eine wunderschöne Feier mit Familie, Freunden und Bekannten schloss den Tag ab. Es hätte nicht schöner sein können. Keine einzige Sekunde hätten wir an diesem Tag anders machen wollen. Voller Dankbarkeit schauen wir auf diesen Tag, voller Zuversicht auf die Zukunft, wohl wissend, dass wir sicher noch einiges zu bewältigen haben. Unter anderem werden wir die nächsten dreieinhalb Jahre noch eine Wochenend-Ehe führen müssen (berufliche Gründe).

Immer wissen wir aber, dass wir Gott in unserer Mitte haben. Unser Vertrauen darauf ist grenzenlos und das wird uns durch einige schwierige Zeiten tragen können. Schon in der Vergangenheit hatten wir einiges zu bewältigen und es ist nicht immer alles einfach, aber mit Gottes Hilfe ist es zu bewältigen.

Wir möchten allen Suchenden, egal welchen Alters, Mut geben, diesen Weg zu beschreiten. Es ist keine Bankrotterklärung, es ist eher ein Aufbruch in eine neue Dimension, jemanden zu finden, bei dem zumindest das Grundgerüst das gleiche ist, und darauf lässt sich aufbauen. Und das gilt für jedes Alter.

Nicht nur die Paare, die aufgrund ihres Alters noch die Möglichkeit haben, eine eigene Familie zu gründen, sind hier angesprochen, sondern genau auch Leute, die vielleicht aufgrund ihres Alters möglicherweise schon aufgegeben haben. Gottes Welt hält so viel Wunderschönes für uns bereit. Vielleicht ist es gut, mal einen neuen Weg zu gehen. Wir sind überglücklich, dieses getan zu haben und uns in eine Beziehung begeben zu haben, die von außen betrachtet, vielleicht wagemutig ist. Aber mit Gott gelingt alles.

Mein lieber Ehemann begann die Rede an unserem Hochzeitstag mit den Worten „für Gott gibt es kein unmöglich, für Gott gibt es kein zu spät“. Das sagt doch einfach alles.

Bleibt so, wie ihr seid, eine Möglichkeit über den eigenen Teller ran zu schauen und mit Gotteshilfe einen gläubigen Partner zu finden. Traut euch!

Anbei Fotos von unserer wunderschönen Hochzeit. Aufgenommen ist der Brautsegen  Moment der Wandlung. Wir schauen beide in die gleiche Richtung, und das ist der Grundstein unserer Beziehung.

Kathtreff, ein herzliches Vergelt’s Gott. Und allen anderen Paaren den Segen und die Führung unseres dreieinigen Gottes und viel Vertrauen in das Wirken und die Möglichkeiten der heiligen Gottesmutter.

Ulrike und Guido

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